Quelle: www.unterhaus.at - Bericht von Peter Öfferlbauer
Die ASKÖ ESV Westbahn Linz ist in der glücklichen Position,
entspannt auf einen äußerst erfolgreichen Herbst zurückblicken zu
können. In zwölf Runden konnten die Linzer beachtliche sieben Siege einfahren, nur ein Remis und vier Niederlagen komplettieren eine äußerst zufriedenstellende Bilanz.
Sektionsleiter Herwig Bindreiter
geht sogar so weit, vom "erfolgreichsten Jahr seit langem für Westbahn"
zu sprechen. In dieser Betrachtungsweise ist freilich auch die
ebenfalls erfolgreiche Frühjahrssaison dieses Jahres inbegriffen. Einer
zu hohen Erwartungshaltung weiß er aber gekonnt vorzubeugen.
Nach einer äußerst erfolgreichen Hinrunde steht die ASKÖ Westbahn in
der 2. Klasse Mitte auf einem beachtlichen sechsten Platz. Dieser Erfolg
ist umso höher einzustufen, wenn man die heuer zumindest in der Spitze
unglaublich starke Konkurrenz in die Betrachtung mit einbezieht. Mit
Oedt, Pucking, Mühlbach und Kirchberg/Thening stehen beispielsweise
echte Hochkaräter in der Tabelle vor den Linzern. Dionysen und St.
Martin konnte man bisher sogar in die Schranken weisen. Den kühnsten
Träumern unter den Linzern erteilt Sektionsleiter Herwig Bindreiter
allerdings eine deutliche Absage: "Der Aufstieg ist nicht geplant. Das
sollen die Spieler auch wissen, sie sollen frei aufspielen können."
Bindreiter blickt jedenfalls mit einem positiven Resümee in den
Rückspiegel: "Es hat so gepasst. Es war eine der besten
Herbstmeisterschaften für uns. Es war sogar das erfolgreichste Jahr seit
langem für Westbahn! Als positives Ereignis möchte ich den Sieg gegen
Neue Heimat ins Treffen führen. In diesem Spiel hat die Mannschaft bis
zum Schluss gekämpft und am Ende in der 94. Minute den Sieg erzwungen."
Freilich findet der Sektionsleiter der Linzer aber auch ein Haar in der
Suppe: "In negativer Erinnerung sind mir die Spiele gegen
Kirchberg/Thening und Pucking, in denen wir zwar geführt aber nicht
gewonnen haben!"
Einen sportlichen Aderlass haben die Linzer allerdings während der Winterpause zu kompensieren. Mit Alexander Oppolzer verlässt der spielende Co-Trainer
den Verein. Trainer bleibt selbstverständlich weiterhin Reinhard Pfann.
Tatenlos blieb man in Linz bisher freilich nicht, Bindreiter stellt
drei Neuzugänge in Aussicht. Die konkreten Namen wird der Verein erst
bekannt geben, wenn alles in trockenen Tüchern ist.
Der Trainingsstart ist mit 14. Jänner 2013 anberaumt, ein
Trainingslager wird nicht abgehalten werden. Angesprochen auf die Ziele
für das Frühjahr legt Bindreiter die Latte hoch, aber nicht ganz hoch:
"Unser Ziel ist ein Platz zwischen drei und vier, im letzen Jahr
landeten wir auf dem fünften Tabellenplatz, heuer wollen wir uns
steigern!"
Vergangenen Herbst gaben sich die Linzer kaum eine Blöße, gewannen
viele Spiele und sahen sogar bei einigen Niederlagen nicht schlecht aus.
Man darf gespannt sein, ob man den Aufschwung auch ins Frühjahr
mitnehmen kann. Vom in der Liga heiß umkämpften Relegationsplatz sind
die Linzer jedenfalls nur sechs Punkte entfernt...

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